Volljährigkeit Eine Organisationsmitgliedschaft ist ab Erreichen des 18. Lebensjahres möglich. Eine Ausnahme kann gemacht werden, wenn ein volljähriges Familienmitglied bereits im Kartell ist, das die Verantwortung für das Verhalten des/der Minderjährigen übernimmt. Für das minderjährige Mitglied gilt bis zur Volljährigkeit (aber mindestens 3 Monate) eine Probezeit.
Es wird vermutet, dass die Organisation „Das Kartell“, auch bekannt unter der Kurzbezeichnung KRT, über nennenswerte militärische und wirtschaftliche Mittel sowie eine gut funktionierende Spionageabwehr verfügt. Es gibt kaum Informationen über das Hauptquartier des Kartells, Gerüchte weisen auf eine mobile Einsatzbasis hin. Die bisher bekanntgewordenen Beteiligungen an legalen und illegalen Operationen, der breite Einflussbereich innerhalb des von der UEE kontrollierten Raumes und von uns gesammelte Informationen über die interne Struktur des Kartells lassen den Schluss zu, dass es sich um eine dezentral organisierte und militärisch geführte Organisation handelt. Genaue Mitgliederzahlen sind nicht bekannt; Schätzungen gehen von etwa 3000 Individuen aus. Die bisher zu dieser Organisation zusammengetragenen Informationen erhalten Sie mit diesem Bericht.
Etwa um 2929 bis 2932 begrenzte sich der Einflussbereich des Kartells auf das Chronos-System. Im Zuge der weitreichenden Expansion der Organisation in den folgenden Jahren hat sich diese auf eine Vielzahl weiterer Systeme ausgebreitet. as Hauptoperationsgebiet des Kartells befindet sich nach unseren Kenntnissen momentan in Stanton und Pyro, es kann jedoch nicht verlässlich abgeschätzt werden, welcher Einfluss tatsächlich von der Organisation in diesen Systemen ausgeht. Dafür reichen die bisher gesammelten Informationen nicht aus. Es ist jedoch ersichtlich, dass im Zuge der weitgefassten Expansion ein gut funktionierendes Netzwerk in nahezu allen Geschäftsbereichen geschaffen wurde.
Es ist als sicher anzusehen, dass das Kartell über eine hohe militärische und paramilitärische Schlagkraft verfügt. Eine nicht unerhebliche Anzahl an Kampfjägern, Bombern, Frachtern, Forschungsschiffen und sogar Großkampfschiffen steht unter dem Kommando der Organisation. Wir glauben jedoch, dass das Kartell ebenso über Raumschiffe verfügt, die nicht offiziell registriert sind, daher ist ihre Schlagkraft nicht vollumfänglich bekannt.
Zurzeit hat die Sicherung der Front zum Vanduul-Raum oberste Priorität. Dabei leistet die Organisation einen
Beitrag, auf den in der jetzigen Situation nicht verzichtet werden kann, indem sie die UEE-Kräfte bei der
Sicherung von gefährdeten Systemen militärisch und die Zivilbevölkerung logistisch unterstützt.
Einfallende Vanduul-Clans werden regelmäßig von Einheiten der Organisation beobachtet und teilweise gemeinsam
mit unseren örtlichen Einsatzkräften zurückgeschlagen. Dabei findet ein allgemeiner Informationsaustausch
statt. Die dabei gesammelten Informationen werden durch unsere Auswertungsabteilung geprüft und archiviert.
In den Systemen, in denen das Kartell Einfluss besitzt, ist durchaus eine Stabilisierung zu beobachten.
Piratenüberfälle sind zurückgegangen und gesuchte Verbrecher werden durch Angehörige der Organisation an die
Sicherheitsbehörden ausgehändigt. Insgesamt ist dort ein Rückgang der illegalen Aktivitäten zu verzeichnen.
Das Kartell bekämpft auf der einen Seite die Piraterie, um die eigenen Handelsrouten zu schützen, auf der
anderen Seite scheint die Organisation jedoch selbst in illegale Aktivitäten inklusive Piraterie verwickelt zu
sein. Dabei werden konkurrierende Piratenclans vermutlich nicht nur verdrängt, sondern zum Teil auch
assimiliert.
Da die offensichtliche Kriminalität in den Systemen, die sich im Einflussbereich der Organisation befinden,
zurückgeht, verfügt das Kartell bei der Zivilbevölkerung über einen guten Ruf. Durch dieses Vorgehen hat sich
das Kartell mehrere Wirtschaftssysteme und Absatzmärkte disponibel gemacht. Wir gehen davon aus, dass damit
eine erhebliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Technologieverfügbarkeit etabliert wurde.
In der Vergangenheit haben es die Behörden versäumt, die illegalen Aktivitäten der Organisation genau zu
beobachten und entsprechend zu reagieren.
Das Hauptaugenmerk des Kartells scheint allerdings im legalen Bereich zu liegen und wir vermuten, dass die
beschränkten kriminellen Aktivitäten hauptsächlich der Stärkung ihrer legalen Geschäftsfelder dienen, etwa
indem die Handelsrouten von Konkurrenten unsicher gemacht werden. Auf der anderen Seite scheint die
Organisation jedoch auch nicht vor kriminellen Aktivitäten zurückzuschrecken, die nicht ihren legalen
Operationen dienen, wenn der Profit dies rechtfertigt. So gehen wir davon aus, dass der Schmuggel weit
verbreitet ist, nicht nur in den klassisch kriminellen Teilen des Kartells. Da es nicht leicht ist,
nachzuvollziehen, ob gefasste Straftäter dem Kartell angehören, bleibt es weiterhin schwierig, den Umfang der
illegalen Aktivitäten des Kartells genau zu bestimmen.
2872: Die Regierung enthüllt das Projekt „Archangel“ (Synthworld) – eine von der UEE ins Leben
gerufene und finanzierte Initiative, um einen Planeten buchstäblich von Grund auf aufzubauen.
Unmengen an Finanzmitteln und Material fließen in der Folge teilweise unkontrolliert in das Projekt. Viele
zwielichtige Individuen nutzen die Chance, aus der Situation Profit zu schlagen, und bieten ihre Dienste zu
überhöhten Preisen an.
2920: 50 Jahre Synthworld. Viele Bürger der UEE halten das Projekt für gescheitert, denn jedes Jahr bekommen sie von den Projektleitern aufs Neue versichert, dass die Wissenschaftler weitere Fortschritte erzielt haben, um den Wachstumsprozess zu stabilisieren. Diese liefern aber nichts wirklich Brauchbares, außer einer instabilen interplanetaren Masse. Daher fordern immer mehr Menschen den Stopp des Projekts aus Kostengründen. Dennoch wird das Projekt unvermindert weitergeführt.
2927: Etwa in diesem Zeitraum finden sich erste Einträge über Corran Dekkard in den
Synthworld-Archiven. Er nimmt verschiedene logistische Aufträge an, um Material ins Chronos-System zu
transportieren, um dieses zu überhöhten Preisen zu verkaufen. Damit legt er den finanziellen Grundstein für
den Aufbau seiner Transport- und Handelsflotte.
Schnell schließen sich weitere Mitglieder an, die er mit schnellem Gewinn anlockt. Sein Vermögen wächst
vermutlich rapide an. Wir gehen davon aus, dass er zu diesem Zeitpunkt Hochtechnologieteile, die für das
Synthworld-Projekt gedacht sind, unterschlägt und über Mittelsmänner an selbiges verkauft.
2928-2929: Corran Dekkard verfügt über eine Transportflotte von schätzungsweise fünfzig Schiffen. Des Weiteren hat er bereits einen Geleitschutz für seine Transporte und eine eigene Forschungseinheit aufgebaut.
2929: Zum ersten Mal wird in den Randgebieten Rund um Chronos hinter vorgehaltener Hand von einer Organisation mit dem Namen „Das Kartell“ gesprochen. Man könnte das Jahr 2929 als Entstehungsdatum der Organisation bezeichnen. Das Kartell steht in dem Ruf, jegliche Güter in kürzester Zeit besorgen zu können, sofern die Bezahlung stimmt.
2930: Aus einer Hochsicherheits-Schiffsverwertungsanlage der UEE im Kilian-System werden
verschiedene verschwundene Schiffe gemeldet, die zum Abwracken oder Ausschlachten bestimmt waren. Wie
Unbekannte das Sensorgitter überwinden und unbemerkt in die Einrichtung eindringen konnten, ist bis heute
ungeklärt.
Hinweise führten in das Magnus-System, wo ein Teil der Hüllen entdeckt und sichergestellt werden konnte.
Anscheinend wurden diese dort illegal mit neuen IDs ausgestattet und weiterverkauft. Die Gerätschaften zum
Generieren und Signieren der gefälschten IDs stammten von einem Händler, der im Ruf stand, der Organisation
anzugehören. Von ihm fehlt bis heute jede Spur. Es ist wahrscheinlich, dass sich dieser durch die Kontakte
der Organisation eine neue Identität beschaffen konnte und untergetaucht ist.
2931-2935: Ausdehnung des Kartells. Aus den Randgebieten wird berichtet, dass viele Piratenclans verschwunden sind oder ihre Aktivitäten eingestellt haben. Hinweise deuten darauf hin, dass sie sich dem Kartell angeschlossen haben oder verdrängt wurden. Zur gleichen Zeit erschließt sich die Organisation mehrere legale Geschäftsfelder.
2936: Der "Elysium-Vorfall". Bei einem Zwischenfall im Elysium-System gerät die dort
stationierte Einsatzgruppe der Navy in einen Hinterhalt der Vanduul. Mehrere Enterkommandos des Feindes
entern das Führungsschiff, die Idris-Fregatte UEE Hades, woraufhin sich die Besatzung gezwungen sieht, sich
unter Deck zu verbarrikadieren. Die Lage scheint aussichtslos, bis das Kartell der schwer angeschlagenen
Besatzung aus der prekären Situation hilft, indem es die Vanduul mit einigen Dutzend leichten und schweren
Jägern angreift und den feindlichen Kampfverband ausschaltet. Bei der anschließenden Rückeroberung des
Schiffes werden die Enterkommandos der Vanduul von den KRT-Marines vernichtet.
Im Zuge der schweren Gefechte an Bord der Fregatte kommt es im Inneren des Schiffes zu schweren
Beschädigungen, während die Hülle aufgrund der Andockmanöver der Vanduul und der Truppen des Kartells stark
in Mitleidenschaft gezogen wird. Als scheinbar ein Kernbruch bevorsteht, wird das Schiff aufgegeben. Spätere
Untersuchungen finden keine Trümmer der Fregatte und auch sonst keine Spur ihres Verbleibs. Es wird
vermutet, dass es sich bei der verlorenen Fregatte um das heutige Flaggschiff des Kartells, Litany of Fury,
handeln könnte. Dies könnte jedoch schwer nachzuweisen sein, da das Schiff stark beschädigt war und wir
davon ausgehen, dass die Organisation während der Reparatur dafür Sorge getragen hat, mögliche Hinweise auf
die ursprüngliche Herkunft zu beseitigen. Für eine Klärung wäre eine vorgeschobene Routineinspektion des
Schiffes notwendig, mit der wir jedoch auf unsere Untersuchung aufmerksam machen könnten, während das
Ergebnis ungewiss wäre.
Auffällig ist, dass im Anschluss an diesen Vorfall eine bedeutende Anzahl von Aufträgen der UEE, auch unter
Beteiligung der Advocacy, an mutmaßliche Mitglieder der Organisation vergeben wurden. Genauere Informationen
über tatsächliche Gespräche oder gar Verträge existieren bis heute nicht. Es muss deshalb davon ausgegangen
werden, dass Angehörige der UEE und der Advocacy ihre Kompetenzen überschritten haben oder bestochen wurden.
Diese Vorfälle hätten umgehend durch einen Untersuchungsausschuss aufgeklärt werden müssen. Dies ist nicht
geschehen und bis heute schweigen die damals Beteiligten zu den genauen Vorfällen. Ein erneutes Aufrollen
des Falles wird nicht empfohlen, da dieser bereits verjährt ist und die damals Beteiligten teils
hochdekorierte Veteranen im Ruhestand sind.
2937-heute: In den folgenden Jahren wächst das Kartell stetig an und scheint seine Geschäfte zunehmend in den legalen Raum zu verlagern und diese deutlich zu diversifizieren. Insbesondere der Geschäftsbereich der Forschung und Entwicklung erhält einen immer größeren Stellenwert.